![]() Georg von Tuls![]() Zuerst mal vielen Dank für eure Unterstützung. Am Samstag war es mal wieder so weit. Da fand auf der Wiener Donauinsel der Viennaman HalfIronman mit einem neuen Teilnehmerrekord statt. Nachdem die Vorbereitung bis Mitte März überdurchschnittlich verlaufen ist, ich seither aber wegen meiner Knieprobleme kaum mehr trainieren konnte, war der Wettkampf diesmal auf mehrfacher Weise ein K(r)ampf. Aber der Reihe nach. 1. Woche vor dem Start. Wettervorhersage Super 26Grad und Sonnenschein 5 Tage vor dem Start. Wettervorhersage nicht mehr ganz so toll 22Grad und etwas bewölkt, noch besser. Erstes Lauftraining seit 3 Monaten, 3x 2km Laufen mit Dehnpausen dazwischen 4 Tage vor dem Start. Wettervorhersage gleich, Super. Spüre meine Beine etwas ???? Wird doch nicht von dem bischen Laufen sein!!?? 3 Tage vor dem Start. Alle Fans organisiert und den Sponsorenaufdruck auf CD, danke Gewalt! 2 Tage vor dem Start. Wettervorhersage schlechter, jetzt wird´s schön langsam mühsam mit dem Wetter. Letztes Jahr war der Vormittag wunderschön danach Gewitter und Dauerregen. 1 Tag vor dem Start. Wettervorhersage katastrophal aber irgendwie wird´s schon gehen. Raceday. Ich bin zu Hause in Parndorf, und draussen sieht man die Hand vor den Augen nicht, aber nicht weil es so früh am Morgen ist, nein es Schüttet in Strömen, wenn nur kein Gewitter kommt. Wettervorhersage auf orf.at bringt dann aber die Erleichterung, aber Mittag kein Regen mehr, dafür aber starker Wind, OK. Schnell noch nach Wien, Tri Einteiler holen, schaut Super aus mit dem Aufdruck. Wieder mal keinen Parkplatz bekommen, und daher die ersten Kräfte schon beim Anmarsch zum Start verloren;-)) Unterlagen abgeholt, Startnummer bis heute mit Permanentmarker auf den Oberarmen und dem Schienbein verewigen lassen, Radcheck = techn. Kontrolle - alles OK. In meiner wechselzone warten schon die treuesten Fans (Gerda und David, Danke für die Fotos), die mich dann auch noch mit Sonnencreme einschmieren (soll man selbst nicht machen, da man das Gefühl für das Wasser verliert). Racebesprechung bringt dann die grosse Überraschung. Geschwommen wird in der alten Donau (neue Donau ist wg. Hochwasser verschmutzt) ist soweit kein Problem, aber der Anblich von uns Michelinemanderln (Neoprenanzug) auf der Strasse ist schon etwas seltsam. Und dann der Start. 2km Schwimmen.Ist im Hallenbad unter den Pensionisten ganz OK, aber unter fast 300 anderen Wahnsinnigen schon etwas besonderes. Das heisst es festhalten und durch. Nach 48min (etwas schneller als letztes Jahr) ist der Spuk vorbei. Beim herausgehen die ersten Krämpfe abfangen (ist OK zu diesem Zeitpunkt) und ca. 500m in die Wechselzone. Dort den Neo ausziehen, Trieinteiler ist ja schon an unter dem Neo, Füsse schnell trocknen, Socken, Schuhe und Helm an, und raus aus der Wechselzone. Aber da warten ja die Fans, schnell noch ein Foto für die Sponsoren und rauf gehts, vor mir liegen 90km Radfahren. Oder Radrennen, weil jenseits von 30km/h ist es aus mit gemütlich, da wird Gas gegeben. Ich überhole auch sehr bald die ersten, die die mich dann überholen sind von einem anderen Stern. Es geht mir dann auch sehr gut auf den insgesamt 8 Runden a 11km. Das sieht man auch an den Rundenzeiten, die alle innerhalb einer Minute sind. Zum trinken gibt es nur Wasser;-(( keine Iso. Dafür stehen mittlerweile alle Fans am Strassenrand, und mir kommen während dem Fahren immer wieder Freudentränen in die Augen, jaja die Endorphine. Auf den letzten Kilometern dann etwas vom Gas gehen (nur mehr 30er Schnitt) um die Beine auf das Laufen einzustimmen, über eine kleine Brücke zurück zur Wechselzone, dort noch während der fahrt die Schuhe ausziehen, ausziehen, ausziehen, .......... oder doch erst wenn man vom Rad herunten ist, mann möchte ja keinen Umfaller vor versammelter Mannschaft riskieren. Rein zum eigenen Platz, Helm runter, Radschuhe runter, Laufpatschen an (klingt einfacher als es zu diesem Zeitpunkt dann schon ist), denn da warten noch20km Laufen. Oder stand in der Ausschreibung doch etwas von gehen. Das dachten zumindest meine Beine nach ca 100m und stoppten mich gleich nach der ersten Verpflegungsstelle (die ich aus Zeitmangel auslassen wollte) mit einem Kräftigen ziehen in beiden vorderen Oberschenkeln, na super. Dann also Gas weg llllllllaaaaaaannnnnnnnggggggggssssssssaaaaaaaammmmmmmmmm, und wieder STOP. Mir kommen fast die Tränen, diesmal aber nicht aus Freude, und die ersten Kollegen die ich noch vom Rad kannte zogen wieder vorbei. Erste Hochrechnungen mit 6er Schnitt wedern umgeworfen, und 6.30 statt dessen herangezogen, auch OK. Was dann kam war aber nicht mehr OK, ich musste fast die ganzen 20km abwechselnd Gehen und Laufen. Zu diesem Zeitpunkt musste ich immer wieder an einen Russischen Triathleten denke, das ca. 6km vor dem ende des Radfahrens einen Unfall hatte, und dennoch in Ziel kam, nachdem er sein defektes Rad ins Ziel geschoben hatte, und dann noch den Marathon gelaufen war. Diese Geschichten helfen zwar ein bischen, machen die Eigenen km aber nicht weniger. Nachdem mich fast alle wieder überholt hatten, trank ich vor der letzten Runde ein Cola, und voila, es ging zwar nicht Super, aber die letzten 2km gingen dann immerhin mit 6.15 Schnitt. Mit einem Lächeln im Gesicht (hoffe ich zumindest;-)) kam ich nach 6h und fast 20min ins Ziel mit der Gewissheit, nächstes Jahr wieder dabei zu sein, und wenn es geht, irgendwann einmal das grosse Abenteuer IRONMAN auch zu versuchen. Danke an alle die in irgend einer Form dabei waren Georg Ergebnisse » Weitere Fotos (Startnummer 156) » |
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