ToolsOnAir, unsere Broadcast Abteilung stattete das völlig neu gestaltete »BKF Das Burgenland Fernsehen«, nach Eigendefinition das meist gesehene Fernsehen im Burgenland, mit Schnittplätzen und der PlayOut Software von BUG.tv aus.





Seit 12. November 2007 sendet das BKF unter dem neuen Namen Burgenland Fernsehen, eine Tochter des burgenländischen Stromversorgers BEWAG, sein neu gestaltetes Programm. Die bisweilen seltsam anmutenden und billig wirkenden Programme, die regionale Kabelnetzbetreiber in der Anfangszeit ihrem Publikum vorgesetzt haben, gehören längst der Vergangenheit an. Mit seinem aktuellen, professionell gestalteten Programm macht das BKF, zumindest regional, dem ORF ernsthafte Konkurrenz: nach eigenen Angaben hat das BKF mehr Zuseher im Burgenland als das lokale Fenster des ORF.

Von dort, vom Landesstudio Burgenland des ORF, hat man sich auch einen Teil der neuen Mannschaft besorgt. Der Programmchef Thomas Nemeth, der dem bundesweiten Fernsehpublikum als Moderator der ZIB 3 noch ein Begriff sein dürfte, oder Elisabeth Gamauf, die vom ORF Burgenland über Premiere zum BKF gewechselt ist und dort jetzt einer der Anchors ist. Das Programm besteht aus einer sehr straff durchstrukturierten Stunde täglich, die ab 18 Uhr als Loop über das Kabel gesendet wird, wobei ein Teil der Stunde mit täglich wechselnden Schwerpunkten gestaltet wird. Nicht nur das Programm, auch alles andere wurde in Eisenstadt umgekrempelt. Ein neues Studio, neue Redaktions-, Schnitt und Regieplätze sowie eine völlig neue Technik, bei der unsere Broadcastabteilung ToolsOnAir unter Federführung von Gilbert Leb zum Zuge kam. „Für die Anforderungen des BKF war unsere PlayOut Software von BUG.tv maßgeschneidert. Im Zusammenspiel mit der Apple Hardware, den FCP-Schnittplätzen und den Grafiktools, die mit Composition Builder für das BKF entwickelt wurden, ist der Sender kostengünstig und betriebssicher aufgestellt“, so Gilbert Leb.

Die bisher verwendeten Systeme wurden dabei völlig ausgeschieden. Insgesamt fünf Final Cut Pro-Schnittplätze, ein Master PlayOut für den Sendebetrieb, ein Studio PlayOut für die Produktion sowie die grafischen Lösungen wurden von uns geliefert, installiert und „ins Rennen“ geschickt. Erwähnenswert sind, neben allen anderen Goodies aus der „Apfelkiste“, die Echtzeitgrafiken, die mit unseren entwickelten Programmen auch für kleinere TV-Stationen leistbar geworden sind. „Jetzt, einige Monate nach dem Sendestart, hat sich das bestätigt, was wir dem BKF versprochen haben,“ freut sich Leb, „das System funktioniert klaglos und die PlayOut Software ist flexibel und ganz einfach im Betrieb zu bedienen.“ Die kanadische Softwarefirma BugTV hat eine vor allem für kleinere TV-Stationen günstige PlayOut Lösung auf den Markt gebracht, die grob vereinfacht wie ein besserer MPG3 Player funktioniert. Nur nicht mit Musik, sondern mit Video-Files, Live-Feeds oder fix programmierten Breaks, etwa für Senderkennungen oder Werbeschaltungen. ToolsOnAir vertritt dieses Produkt exklusiv in Europa und streckt in letzter Zeit seine Fühler verstärkt in den asiatischen Raum und den indischen Subkontinent aus, wo Gilbert Leb gemeinsam mit dem Postproduktionsspezialisten Christof Halasz mehrfach gesichtet worden ist, aus. Walter Kuntner, Chef der Tulser, ist jedenfalls froh, dass neben dem erfreulichen internationalen Erfolg auch in Österreich die innovativen Lösungen seines Hauses beim BKF zum Zuge gekommen sind.

(Text: Wolfgang Ritzbgerger)